Umsatzsteuer ab 2010

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Umsatzsteuer neu ab 2010

Ab 1. Jänner 2010 treten Änderungen der Umsatzsteuer in Kraft. Mit diesen Regelungen werden die Eu-Richtlinien 2008/8/EG und 2008/9/EG ab kommendem Jahr umgesetzt.


Vorsteuererstattung

Anträge auf Erstattung von in anderen EU-Mitgliedsstaaten angefallenen Vorsteuern müssen nach dem 31. Dezember 2009 beim Sitzfinanzamt im Ansässigkeitsstaat über ein eigens eingerichtetes elektronisches Portal eingereicht werden. Sie müssen also nicht mehr bei den zuständigen Finanzämtern im jeweiligen Mitgliedsstaat gestellt werden. Die Anträge werden vom Ansässigkeitsstaat an den Erstattungsstaat weitergeleitet.


Voranmeldung

Für im Jahr 2010 gelegene Voranmeldungszeiträume kann die Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich abgegeben werden – sofern die Umsätze im vorangegangen Kalenderjahr 30.000 Euro (bisher 22.000) nicht überstiegen haben.


Dienstleistungserbringung

Die Bestimmung des Ortes der Dienstleistungserbringung hängt davon ab, ob diese an steuerpflichtigen Unternehmer oder an einen Privaten erbracht wird. Bei Dienstleistungen an Unternehmer (B2B) gilt als Grundregel das Empfängerortprinzip, welches bisher nur für die Katalogleistungen Geltung hatte. Die sonstige Leistung wird an dem Ort ausgeführt, an dem der Leistungsempfänger sein Unternehmen betreibt beziehungsweise am Ort der leistungsempfangenden Betriebsstätte. In der Folge kommt es zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger (Reverse Charge) und die Dienstleistungen müssen, analog den innergemeinschaftlichen Lieferungen, in die Zusammenfassende Meldung (ZM) aufgenommen werden. Für Dienstleistungen an Nichtunternehmer (B2C) bleibt es bei der bisherigen Grundregel des Unternehmerortes: Die sonstige Leistung wird an dem Ort ausgeführt, von dem aus der leistende Unternehmer sein Unternehmen betreibt.


Siehe auch

Weiterführende Information [1]