Fremdwährungskredit

Aus FreeFinance
Wechseln zu:Navigation, Suche

Gewinne aus Fremdwährungsdkrediten

Kursgewinne im Zusammenhang mit Fremdwährungsdarlehen sind bei Einnahmen- Ausgaben-Rechnern zum Zeitpunkt der Tilgung des Kredites zu berücksichtigen. Wird nicht das gesamte Darlehen zurück bezahlt, erfolgt die Gewinnrealisierung anteilig im Ausmaß der Tilgung.


Beispiel aus der Praxis

Im Jahre 2003 erfolgt die Aufnahme einer Fremdwährungsschuld in Höhe von 100.000 US-Dollar (Wechselkurs US-Dollar/ Euro: 1,20) durch einen Steuerpflichtigen, der seinen Gewinn gemäß § 4 Abs. 3 EStG 1988 ermittelt. Im Jahr 2004 wird von US-Dollar in Schweizer Franken konvertiert. Bis zur Konvertierung erfolgten keine Tilgungen (Zinsen werden vernachlässigt). Stand Fremdwährungsschuld zum Zeitpunkt der Konvertierung: US-Dollar 100.000. Wechselkurs zum Zeitpunkt der Konvertierung: US-Dollar/Euro: 1,30; Schweizer Franken/Euro: 1,45. Im Jahr 2005 erfolgt eine Tilgung von SFR 30.000. Bei einem Wechsel von der Einnahmen- Ausgaben-Rechnung zur Bilanzierung sind sämtliche bis zum Wechsel noch nicht erfasste Konvertierungsgewinne im Rahmen des Übergangsgewinnes im ersten Gewinnermittlungszeitraum nach dem Wechsel zu erfassen.


Eine innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr nach Darlehensaufnahme (privates Darlehen) erfolgende Konvertierung eines Fremdwährungsdarlehens in ein Darlehen in Euro oder in eine über fixe Wechselkurse zum Euro gleichgeschaltete Währung führt zu Einkünften aus einem Spekulationsgeschäft. Die Höhe ergibt sich aus der Differenz der unterschiedlichen Tilgungsbeträge der verschiedenen Darlehen auf Euro- Basis. Erfolgt die Konvertierung in eine zum Euro wechselkurslabile Währung, sind im Zeitpunkt der Konvertierung mangels Zuflusses des Kursvorteiles keine Einkünfte aus einem Spekulationsgeschäft zu erfassen. Die bloße Darlehenstilgung in einer fremden Währung führt nicht zu Einkünften aus einem Spekulationsgeschäft. Steuerpflicht tritt erst mit Tilgung ein.


Siehe auch

Betriebseinnahmen