Dienstvertrag

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Der Dienstvertrag wird zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer abgeschlossen. Typisch für den Dienstvertrag ist, dass der Dienstnehmer in einem Verhältnis persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt wird. Eine bestimmte Form für den Dienstvertrag ist nicht notwendig, allerdings empfiehlt es sich aus Beweisgründen, ihn schriftlich abzuschließen. Auf jeden Fall muss der Dienstgeber einen Dienstzettel ausstellen. Der Dienstzettel ist kein Arbeitsvertrag, er muss aber zB Auskunft darüber geben, welches Gehalt und welche Arbeitszeit vereinbart wurden.

Wird ein echter Dienstvertrag abgeschlossen, gilt der volle arbeitsrechtliche Schutz:

  • Anspruch auf einen Mindestlohn (bei Kollektivvertrag oder Mindestlohntarif)
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld (lt. KV)
  • bezahlten Urlaub und Pflegefreistellung
  • Abfertigung

Echte Dienstverhältnisse unterliegen dem ASVG und soweit Pflichtversicherung in der Krankenversicherung vorliegt dem ALVG (Arbeitslosenversicherungsgesetz). Dh, übersteigt das Gehalt die Geringfügigkeitsgrenze, erfolgt eine Vollversicherung nach dem ASVG (=kranken-, pensions- und unfall- und arbeitslosenversichert). Der Dienstgeber muss diese Beiträge zur Versicherung vom Gehalt abziehen und an die Sozialversicherung abliefern. Einkommensteuerrechtlich unterliegt der Dienstnehmer der Lohnsteuer, auch diese wird vom Dienstgeber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

Siehe auch

Werkvertrag