Betriebsausgaben

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Betriebsausgaben

Per Definition gelten alle Ausgaben, die eine betriebliche Veranlassung haben, als Betriebsausgaben. Dabei gilt, dass diese Transaktionen auch im wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Tätigkeit stehen und durch die Tätigkeit veranlasst werden müssen. Die tatsächliche Bezahlung oder der Wertetransfer bei nicht monetären Transaktionen muss nachzuweisen sein. Fiktive Ausgaben wie z.B.: Diäten, Kilometergeld oder Abschreibung für Abnutzung, können nach Aufzeichnung dieser ebenso als Ausgaben geltend gemacht werden. Alle Betriebsausgaben sind mittels Belegen wie Rechnungen, Zahlungsbelägen oder Verträgen nachzuweisen.

Überblick über bestimmte im Gesetz ausdrücklich angeführte Betriebsausgaben

  • Beiträge zu gesetzlichen Pflichtversicherungen (zB GSVG)
  • Pflichtbeiträge zu Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbständig Erwerbstätigen, der selbständig Erwerbstätigen, soweit diese Kranken-, Unfall-, Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung dienen
  • Beiträge zu Pensionskassen und betriebl. Kollektivversicherungen: Die Zusagen dürfen 80% des letzten laufenden Aktivbezuges nicht übersteigen. Beitragsorientierte Zusagen dürfen 10% der Lohn- und Gehaltssumme der Anwartschaftsberechtigten nicht übersteigen. Beiträge des Arbeitgebers für sich sind nicht abzugsfähig.
  • Beiträge an betriebliche Unterstützungskassen und sonstige Hilfskassen (gedeckelt)
  • Zuwendungen an den Betriebsratsfonds bis zu 3% der Lohnund Gehaltssumme
  • Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen an Universitäten, Museen, Nationalbibliothek, Forschungsförderungsfonds, bestimmte juristische Personen (zB Vereine; Spendenbegünstigungsbescheid Voraussetzung) zur Forschung und Erwachsenenbildung bis zu 10% des Vorjahresgewinns
  • Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen an gemeinnützige Dachverbände (§ 34 ff BAO), deren ausschließlicher Zweck die Förderung des Behindertensports ist, bis zu 10% des Vorjahresgewinns
  • Aus-, Fortbildungs- und Umschulungsaufwendungen unter bestimmten Voraussetzungen rückwirkend ab Veranlagung 2003 ggf auch AHS und ordentliche Universitätsstudien (AbgÄG 2004). Nächtigungsaufwand max. nach Reisegebührenvorschrift
  • Geld- oder Sachaufwendungen im Zusammenhang mit der Hilfestellung in Katastrophenfällen (insb Naturkatastrophen), wenn sie der Werbung dienen
  • Verpflegungsmehraufwand für ausschließlich betrieblich veranlasste Reisen ohne Nachweis der Höhe, soweit nicht über den Sätzen des § 26 Z 4 EStG
  • Beiträge für die freiwillige Mitgliedschaft bei Berufs- und Wirtschaftsverbänden unter bestimmten Voraussetzungen

Nicht alle betrieblichen Ausgaben sind auch wirklich zu 100% betriebliche Ausgaben, sondern werden zum Teil auch privat genutzt. Als Beispiel dafür sind Mobiltelefon oder Firmenwagen zu nennen. Details zu Privatanteilen siehe unter Privatanteil.

Siehe auch

Ausgaben
Privatanteil